Medikamente

Bei Lis­te­riose sind Medi­ka­mente nur sel­ten notwendig.

Infi­ziert sich eine gesunde Per­son mit Lis­te­riose, wer­den in der Regel keine Medi­ka­mente zur The­ra­pie benö­tigt. Nicht sel­ten ver­läuft die Erkran­kung völ­lig unbe­merkt, da keine Sym­ptome zu Tage tre­ten. Kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden auf­grund der Bak­te­rien, ist eine sym­pto­ma­ti­sche Behand­lung in der Regel aus­rei­chend. Gegen Durch­fall wer­den Tablet­ten mit dem Wirk­stoff Lope­ra­mid gege­ben, hier­durch wird die Darm­tä­tig­keit ver­lang­samt, und der Durch­fall wird schwä­cher. Bei Magen­schmer­zen kön­nen leichte Schmerz­mit­tel wie Par­acet­amol ein­ge­nom­men wer­den, diese lin­dern kramp­f­ar­tige Magen­be­schwer­den rela­tiv schnell und zuver­läs­sig. Nach durch­schnitt­lich zwei bis drei Tagen gehen die Sym­ptome bei einem leich­ten Ver­lauf von Lis­te­riose zurück, etwa eine Woche nach Krank­heits­be­ginn ist der Pati­ent beschwer­de­frei. Bis der Erre­ger voll­stän­dig besiegt wurde, kön­nen aber bis zu zwei Wochen vergehen.

Bei Schwan­ge­ren kommt Amoxi­cil­lin zum Einsatz.

Als beson­dere Risi­ko­gruppe bei Lis­te­riose gel­ten Schwan­gere, da hier die Gefahr einer Über­tra­gung der Erkran­kung auf das Kind besteht. Wird bei einer wer­den­den Mut­ter Lis­te­riose dia­gnos­ti­ziert, ver­ord­net der Arzt Anti­bio­tika. Das Mit­tel ers­ter Wahl ist Amoxi­cil­lin, es kann pro­blem­los wäh­rend der Schwan­ger­schaft ein­ge­nom­men wor­den. Weist die Pati­en­tin eine All­er­gie gegen den Wirk­stoff auf, ste­hen alter­na­tive Sub­stan­zen zur Ver­fü­gung. Gegen mög­li­che Magen-Darm-Beschwerden sollte in der Schwan­ger­schaft nach Mög­lich­keit nur mit pflanz­li­chen Medi­ka­men­ten vor­ge­gan­gen wer­den, um das Risiko von Neben­wir­kun­gen für Mut­ter und Kind zu ver­rin­gern. Wurde wäh­rend der Schwan­ger­schaft eine Lis­te­riose dia­gnos­ti­ziert, muss das Kind nach der Geburt ein­ge­hend unter­sucht und gege­be­nen­falls sofort behan­delt wer­den. Die Über­tra­gung von der Pla­zenta auf das unge­bo­rene Kind ist sehr wahr­schein­lich, mehr als 50 Pro­zent aller Föten ster­ben bereits im Mut­ter­leib an der Erkrankung.

Men­schen mit geschwäch­tem Immun­sys­tem benö­ti­gen beson­dere Kontrolle.

Ein gesun­des Abwehr­sys­tem ist oft­mals auch ohne Anti­bio­tika in der Lage, die im Orga­nis­mus vor­han­de­nen Lis­te­rien zu bekämp­fen. Bei beste­hen­der Immun­schwä­che besteht die Gefahr eines schwe­ren Ver­laufs der Erkran­kung, da der Kör­per mit den Bak­te­rien über­for­dert ist. Tre­ten erste Sym­ptome einer Lis­te­riose auf, muss sofort eine Behand­lung mit Anti­bio­tika ein­ge­lei­tet wer­den, auch wenn die end­gül­tige Dia­gnose noch nicht gestellt wurde. Durch die Gabe von Amoxi­cil­lin kann die Ver­brei­tung der Bak­te­rien in der Regel gestoppt wer­den. Ohne Behand­lung besteht bei Risi­ko­pa­ti­en­ten die Gefahr von schwe­ren Fol­ge­schä­den durch die Lis­te­riose, gefürch­tet ist bei­spiels­weise eine Hirn­haut­ent­zün­dung. Zudem ist es bei immun­ge­schwäch­ten Per­so­nen mög­lich, dass sich der Erre­ger über die Blut­bahn aus­brei­tet und es zu einer Blut­ver­gif­tung kommt

Anti­bio­tika muss min­des­tens zwei Wochen ein­ge­nom­men werden.

Wird die Lis­te­riose dia­gnos­ti­ziert, lei­tet der Arzt auch bei gerin­ger Sym­pto­ma­tik meist eine The­ra­pie mit Amoxi­cil­lin ein. Die Ein­nahme muss für einen Zeit­raum von min­des­tens 14 Tagen erfol­gen, da sonst die Gefahr eines Rück­falls besteht. Selbst wenn sich die Sym­ptome bereits nach weni­gen Tagen voll­stän­dig zurück gebil­det haben, muss die The­ra­pie wei­ter fort­ge­führt wer­den. Par­al­lel ein­ge­nom­mene Medi­ka­mente zur sym­pto­ma­ti­schen Behand­lung von Magen-Darm-Beschwerden kön­nen nach Bes­se­rung der Sym­ptome abge­setzt wer­den, hier ist keine Min­dest­ein­nah­me­dauer erfor­der­lich. Kommt es wäh­rend der Antibiotika-Einnahme zu unvor­her­ge­se­he­nen Neben­wir­kun­gen, darf die Behand­lung nicht ohne ein Gespräch mit dem Arzt unter­bro­chen wer­den. Es ste­hen neben Amoxi­cil­lin noch wei­tere Medi­ka­mente zur Behand­lung von Lis­te­riose zur Ver­fü­gung, diese kön­nen im Fall von Neben­wir­kun­gen alter­na­tiv gege­ben werden.

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